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Neue Reitlehrerin: Constanze Neumann leitet ab März den Schulbetrieb

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26. Feb 2021

Ab März steht der Schulbetrieb im RC Steinsee unter neuer Leitung: Die Pferdewirtschaftsmeisterin und Richterin Constanze Neumann übernimmt als Hauptreitlehrerin den Schulbetrieb. Die 62-Jährige Dressur-Spezialistin hat ihr Endmaßpony Kelloxx und Magyar Vizsla Hund Pebbles mit im Gepäck – und sehr große Freude auf neue Reiter, die sie an der Skala der Ausbildung entlang im Reitsport voranbringen möchte.

Constanze Neumann zieht mit Reitpony-Wallach Kelloxx und Hündin Pebbles zum 1. März bei uns am Steinsee ein.

Nach ihrer Ausbildung in Verden, als Bereiterin beim Dressurstall Kemmer und der Leitung eines eigenen Stalls war Neumann viele Jahre als mobile Reitlehrerin unterwegs. Zuletzt hat sie in einem Schulbetrieb in Konstanz ausgeholfen und freut sich nun auf das neue Kapitel in Niederseeon. Im Sport selbst aktiv war sie bis 2013 – ihr größter Erfolg: Mit selbst ausgebildeten Pferden in S-Dressuren platziert zu sein. Danach hat sie die Seiten gewechselt und ihre Richterprüfung in der Dressur und Springen bis zur Klasse L abgelegt. „Es macht Spaß zu sehen, ob die Leute mit ihrem Pferd auf dem richtigen Weg in der Ausbildung sind“, sagt Neumann. Ihnen Tipps geben wollte sie nicht nur als Trainer auf dem Platz, sondern auch als Richterin in der Prüfung.

Das „Pferdevirus“, wie sie es nennt, hat Neumann selbst mit in ihre Familie gebracht. Mit vier Jahren saß die gebürtige Berlinerin das erste Mal auf dem Pferd – und dann hatten auf einmal ihre Eltern ein Pferd, eine Stute mit 1,80 Stockmaß, bei der ihre Beine noch nicht einmal über das Sattelblatt kamen. Mit zwei Pferden sind sie damals im Norddeutschen Clenze auf einen Hof gezogen, die Familie hat dann auch selbst Hannoveraner gezüchtet, bis zu 13 Pferde hatten sie inklusive eigener Nachzucht in Spitzenzeiten auf dem Hof.

Zum Start im RCS wollten wir von Constanze Neumann wissen, was ihre Leitlinien sind, was sie bei uns vorhat – und worauf sie sich am meisten freut.

Ihr Schwerpunkt liegt in der Dressur – warum fasziniert Sie gerade diese Sparte so?

Die Dressur ist die Grundlage für alles andere. Wenn ich ein Pferd habe, das gut ausgebildet ist, dann kann ich durch eine Distanz mit einem Galoppsprung weniger oder mit zwei mehr reiten – das ist alles gar kein Problem. In meinem eigenen Sport haben mir für das Springen auch immer die Pferde gefehlt, deshalb habe ich mich irgendwann auf die Ausbildung in der Dressur konzentriert.

Was begeistert Sie am Schulunterricht?

Man sieht, wie die Reiter sich entwickeln. Es macht unheimlich Spaß zu sehen, wie eine Veränderung bei den Reitern und ihren Pferden passiert. Wenn es so einen Moment gibt, wo jemand wirklich einen Sprung nach vorn gemacht hat, dann zeigt sich, dass ich meinen Job richtig gemacht habe. Manchmal tut sich natürlich auch nicht so viel, dann muss man immer in der Situation schauen, was man machen kann. Reiten ist ja ein Weg voller Irrungen und Wirrungen. Da muss man manchmal auch einen anderen einschlagen – und dafür als Reitlehrer deutliche Worte finden.

Wie deutlich werden Sie denn da?

Wenn jemand aufs Turnier möchte und ich sehe den Reiter da noch nicht, dann bekommt er von mir auch diese Aussage. ‚Da müssen wir noch deutlich länger üben. Du möchtest ja nicht nur das Nenngeld bezahlen, sondern auch die Chance haben, etwas abzukriegen, oder?‘

Ist das Turnier denn immer das Ziel?

Überhaupt nicht! Wenn die Qualität von Reiter und Pferd das hergeben schon, aber manche möchten ja auch einfach nur die Lektionen lernen, um sie dann auf einem späteren Pferd umsetzen zu können. Das macht auch irre Spaß, Reiter dafür auszubilden. Manche Leute sind auch so ehrlich, und das finde ich ganz toll, dass sie auch sagen, dass sie einfach nur ausreiten möchten. Das ist vollkommen in Ordnung, ich antworte darauf dann immer, dass auch diese Reiter ja ihr Pferd sicherlich unter Kontrolle haben möchten. Und an dem Baum durchparieren können, den der Reiter sich ausgesucht hat, nicht das Pferd. Und auch dafür muss man eben ein wenig üben. Außerdem ist korrektes Reiten auch aktiver Tierschutz, das sage ich immer wieder.

Gibt es eigentlich etwas, das ein Reiter nicht lernen kann?

Bis zur klasse L ist alles Handwerk. Das kann man immer erklären, dafür braucht man nicht viel Gefühl. Das kommt dann danach. Aber auch das lässt sich erlernen – und muss ein Reitlehrer erklären können und auch die Geduld dazu haben. Ich frage dann immer: Fühlst du jetzt den Unterschied? Was hat sich verändert? Wohin hat es sich verändert? Um das Gefühl zu schulen hilft es, auf verschiedenen Pferden zu sitzen, damit man das auch vom einen aufs andere mitnehmen kann.

Haben Sie Leitlinien, an denen Sie sich in der Ausbildung der Pferde orientieren?

Meine Zielsetzung ist, Reitern und Pferden etwas beizubringen. Dem Pferd die Durchlässigkeit und dem Reiter die feinen Hilfen. Ich halte mich dabei stets an die Richtlinien der FN, die ja eigentlich aus der früheren Heeresdienstvorschrift 12 der Kavallerieschule Hannover kommen. Die haben sich damals echt einen Kopf gemacht, was worauf wie am besten aufbauen sollte. Die Skala der Ausbildung des Pferdes hat wirklich ihren Sinn. Einem Kind kann man auch nicht das Rennen vor dem Laufen beibringen. Häufig gibt es in der Ausbildung aber auch keinen geraden Weg. Die Zielsetzung ist immer die Gleiche, aber manchmal muss man um dahin zu kommen, auch einen Umweg nehmen. In jedem Fall ist wichtig, dass für Reiter und Pferd immer etwas Positives dabei herauskommt. Dafür muss man in jedem Fall auch das Gesamtbild im Blick haben.

Was gehört denn zu diesem Gesamtbild alles dazu?

Der Sattel, die Trense, der Schmied, das Management im Stall und das Management in der Reitbahn müssen ein Gesamtbild ergeben. Wenn man beim Pferd einen Muskulaturverlust feststellt, kann man vielleicht mal kurzfristig ein Pad unter den Sattel packen – sich aber in jedem Fall genauso die Futterqualität und Menge anschauen. Um da mehr einschätzen zu können, habe ich 2019 auch eine Ausbildung als Pferde-Ergonomin gemacht. Das umfasst die ergonomische Anpassung von Sätteln für das Pferd – und den Reiter.

Sie bringen ja schon so viel Berufserfahrung mit – und lernen trotzdem noch immer dazu?

Selbstverständlich! Ich nehme auch immer wieder einmal selbst an Lehrgängen teil oder höre auch nur zu, wenn sich das anbietet. Man nimmt aus jedem Lehrgang etwas mit – und sei es nur, dass man danach weiß, dass man das für sich so nicht benutzen kann. (lacht)

Worauf freuen Sie sich denn bei uns am meisten?

Ganz ehrlich? Darauf, neue Leute kennen zu lernen. Auf die verschiedenen Ausbildungsstufen bei den Reitschülern, das macht doch diesen Beruf so interessant. Leuten das Reiten schmackhaft zu machen, auch neue Impulse zu geben. Es ist klasse, dass der RCS so ein aktiver Verein ist, der auch Turniere ausrichtet. Da sehe ich auch durchaus in der Jugend einen Schwerpunkt. Die Jugendarbeit ist unheimlich wichtig, um neue Reiter an diesen Sport heranzuführen.


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